Dienstag, 31. Mai 2011

Fundstücke XXXI

Von Stefan Sasse

Die Universität von Yale bietet in ihren "open courses" Vorlesungen zu allen möglichen Fächern zum Download als Video oder MP3 an. Den Link zur Geschichtssektion findet man hier.

Samstag, 28. Mai 2011

Aufstieg und Fall des Bürgertums

Von Stefan Sasse

Nürnberg 1493
Das Bürgertum als Klasse erlebte eine vergleichsweise kurze Geschichte der Prosperität und des Einflusses, die sich vor allem über das 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts erstreckte. Seine frühesten Ursprünge liegen in der Bildung von Städten im Mittelalter, wo Macht und Einfluss mehr und mehr aus den Händen der Adeligen in die reicher Händlerfamilien übergeht. Zwar verwischen hier die Grenzen von Adel und Bürgertum schnell, weil viele dieser Familien sich schnell in den Adel einkauften oder einheirateten; es entstand mit der Legitimation auf den gewaltigen Vermögen allerdings eine ideologische Verschiebung. Es dauerte viele Jahrzehnte, bis sich eine vermögende, nichtadelige Oberschicht in den meisten Städten gebildet hatte. Abgeschlossen war dieser Prozess wohl erst im 18. Jahrhundert. In manchen Ländern ging dieser Prozess dabei deutlich schneller voran als dies etwa in Deutschland oder Frankreich der Fall war; am auffälligsten ist hier die Vorreiterrolle Englands. Englands Kolonien in Nordamerika schließlich waren die wohl erste bürgerliche Gesellschaft, ihre Revolution wurde von Bürgern für Bürger gemacht: es waren viele Juristen, Händler und Pflanzer unter den Revolutionären von 1775/76. In Kontinentaleuropa aber dauerte die Inkubationszeit dieser Schicht länger. Der Paukenschlag, mit dem sie auftrat, war die französische Revolution. 

Sonntag, 15. Mai 2011

Fundstücke XXX

Von Stefan Sasse

In der FAZ findet sich ein Artikel, in dem ein neues Buch von Sönke Neitzel besprochen wird: "Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben." In diesem Buch, das ich mir wahrscheinlich bald ebenfalls auf den Nachttisch legen werde, geht es um die Auswertung von alliierten Abhörprotokollen von Gefangenen, die einmal mehr den Mythos der "sauberen Wehrmacht" widerlegen (den übrigens etwa Guido Knopp und Hans Mommsen gleich nach Erscheinen des Buchs noch einmal bekräftigt haben). Das dürfte spannend werden.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Weihnachten wieder zu Hause - ein kontrafaktisches Szenario

Von Stefan Sasse


Zug zur Front 1914
Bekanntlich beruhte der deutsche Aufmarschplan 1914 auf den Überlegungen Schlieffens, modifiziert durch Moltke, im Falle eines europäischen Krieges möglichst schnell mit weit ausgreifendem rechten Flügel die französische Armee zu umfassen und in einer Art Super-Cannae in einer gewaltigen Kesselschlacht zu vernichten. Auf diese Weise sollte der Krieg in Frankreich in wenigen Wochen entschieden werden, um sich dann den langsamer mobilisierenden Russen zuzuwenden. Bekanntlich kam es anders; die Franzosen zogen sich hinter die Marne zurück und erlaubten es den Deutschen nicht sie einzukesseln, während Russland wesentlich schneller mobilisierte als angenommen. Weihnachten 1914 fand deswegen in den Ende Herbst ausgehobenen Schützengräben statt und nicht zu Hause im Glanz des Sieges. Was aber wäre geschehen, wenn der Plan geklappt hätte? Wie könnte das Europa der Zwanziger Jahre aussehen, wenn das Deutsche Reich den Ersten Weltkrieg gewonnen hätte? Obgleich kontrafaktische Geschichte stets zu viele Unsicherheiten enthält, als dass man finale Aussagen treffen könnte, soll hier ein Versuch unternommen werden, ein solches Bild zu entwerfen.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Fundstück XXIX

Von Stefan Sasse

Im Extra-LARP Extra gibt es eine brillante Parodie auf Guido Knopp, in der Orks über die Herrschaft Saurons und den Untergang des dunklen Herrschers befragt werden:


Mit Dank an Markus Weber für den Link.

Montag, 2. Mai 2011

Inhaltsverzeichnis

In diesem Inhaltsverzeichnis sind alle Artikel auf dem Geschichtsblog aufgeführt, sofern es sich nicht um Fundstücke oder Buchbesprechungen handelt. Sortiert wird nach Nationalgeschichte und Zeitraum, der in dem Artikel behandelt wird. Doppelaufführungen lassen sich dabei ebensowenig vermeiden wie Ungenauigkeiten in der Einordnung. Trotzdem erscheint die Einordnungsform dem Autor als die praktikabelste. 

Deutsche Geschichte

 Amerikanische Geschichte


Russische Geschichte


Britische Geschichte


Französische Geschichte


Nahöstliche Geschichte


Fernöstliche Geschichte


Römische Geschichte


Griechische Geschichte


Mittelalter Allgemein